Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Mit der Kraft der Natur

Phytotherapie

Pflanzenheilkunde mit dem Blick auf Ihre Medikation.

🌿 Was Phytotherapie ausmacht

Anders als bei isolierten Einzelsubstanzen wird in der Pflanzenheilkunde das Vielstoffgemisch der Pflanze genutzt — das Zusammenspiel zahlreicher natürlicher Inhaltsstoffe. Für einige Heilpflanzen liegen belastbare Studien vor. Für viele andere stützt sich die Anwendung auf tradiertes Erfahrungswissen. Ich sage Ihnen bei jedem Präparat, in welche Kategorie es fällt.

🧰 Womit ich arbeite

🍵 Medizinische Tees — Aufgüsse und Dekokte, individuell zusammengestellt

💧 Urtinkturen und Fluidextrakte — konzentriert, gut dosierbar

💊 Standardisierte Extrakte — Kapseln oder Tabletten mit definiertem Wirkstoffgehalt

🧩 Welche Zubereitungsform sinnvoll ist, hängt von Ihrem Anliegen, Ihrer Verträglichkeit und Ihrem Alltag ab. Ein Tee, den Sie dreimal täglich zubereiten müssen, nützt wenig, wenn Sie ihn nicht trinken.

🎯 Wobei ich pflanzliche Zubereitungen einsetze

Häufig kommen sie bei mir zum Einsatz bei:

🌙 innerer Unruhe und Einschlafproblemen — etwa Baldrian, Hopfen oder Passionsblume

🍃 Völlegefühl und Blähungen — etwa Bitterstoffe, Pfefferminz oder Kümmel

🧣 erkältungsbedingten Beschwerden — traditionell verwendete Zubereitungen

🌸 Zyklusbeschwerden und Wechseljahresthemen — etwa Mönchspfeffer oder Traubensilberkerze

👐 muskulären Verspannungen — begleitend, äußerlich und innerlich

📊 Die Studienlage ist dabei sehr unterschiedlich. Für Pfefferminzöl bei Reizdarmbeschwerden etwa ist sie gut — es wird in der Leitlinie zum Reizdarmsyndrom ausdrücklich genannt. Bei anderen Pflanzen ist sie dünn. Diese Unterschiede bespreche ich mit Ihnen, bevor Sie etwas einnehmen.

🔍 Warum die Medikationsprüfung zuerst kommt

⚠️ Pflanzliche Präparate können mit Medikamenten wechselwirken — teils erheblich. Das bekannteste Beispiel: Johanniskraut beschleunigt über die Leber den Abbau zahlreicher Wirkstoffe. Es kann die Wirkung der Antibabypille, von Blutverdünnern, Immunsuppressiva und vielen weiteren Arzneimitteln abschwächen. In Kombination mit bestimmten Antidepressiva sind ernsthafte Nebenwirkungen möglich. Weitere Beispiele: Ingwer, Ginkgo und hochdosierte Omega-3-Fettsäuren können die Blutungsneigung erhöhen — relevant, wenn Sie gerinnungshemmende Medikamente einnehmen. Traubensilberkerze wird bei Lebererkrankungen zurückhaltend eingesetzt. Mönchspfeffer ist bei hormonsensitiven Erkrankungen und in der Schwangerschaft nicht geeignet. 📋 Deshalb bringen Sie zum Ersttermin bitte eine vollständige Liste Ihrer Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel mit — auch die, die Sie für unbedeutend halten.

🛑 Wo ich nicht behandle

Pflanzliche Zubereitungen ersetzen keine notwendige ärztliche Behandlung.

🩺 Bitte zuerst ärztlich abklären lassen bei fieberhaften Infekten, bei Brennen beim Wasserlassen oder Flankenschmerzen, bei anhaltendem Husten über drei Wochen, bei Blut im Stuhl oder Urin, bei ungewolltem Gewichtsverlust und bei allen neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Beschwerden.

🛡️ In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern gehe ich besonders zurückhaltend vor.