Bindegewebsmassage

🩺 Die Bindegewebsmassage (BGM): Medizinische Reflextherapie für Regulation & Balance


📜 Eine Technik mit fast hundert Jahren Geschichte Elisabeth Dicke entwickelte die Bindegewebsmassage in den 1920er-Jahren. Ihre Grundlage ist ein segmentales Modell: Bestimmten Hautarealen am Rücken — den sogenannten Head'schen Zonen — werden dabei Körperregionen zugeordnet, verbunden über gemeinsame Rückenmarkssegmente. Dieses Modell prägt bis heute die Grifftechnik und die Behandlungsreihenfolge. Es ist ein historisch gewachsenes Erklärungsmodell; ein therapeutischer Einfluss auf innere Organe ist wissenschaftlich nicht belegt. Ich sage Ihnen das, weil Sie es wissen sollten — und weil ich lieber beschreibe, was ich tue, als zu behaupten, was es bewirkt.


Was Sie erwartet

🖐️ Der Griff. Fingerkuppen, kein Handballen. Ein ziehender, schneidender Reiz entlang der Faszienlinien — kein Druck in die Tiefe.

 Das Gefühl. Die meisten beschreiben ein helles, scharfes Schneiden oder Kratzen. Die Haut wird dabei nicht verletzt. Es ist ungewohnt, und es gewöhnt sich.

🌡️ Danach. Eine deutliche Rötung im behandelten Areal, oft begleitet von tiefer Wärme. Beides klingt meist innerhalb weniger Stunden ab.

🌙 Am selben Abend. Manche fühlen sich angenehm erschöpft. Planen Sie den Termin nicht direkt vor einem fordernden Abend — geben Sie sich die Ruhe danach.

🎯 Wann ich sie einsetze Bei muskulären Verspannungen im Rücken- und Schulterbereich und bei körperlicher Anspannung unter anhaltendem Stress.

🧩 Fast immer kombiniert: mit manueller Therapie, klassischer Massage oder Akupunktur. Die Bindegewebsmassage ist bei mir ein Baustein, kein Programm — welcher Baustein zu Ihnen passt, entscheidet sich nach der Eingangsuntersuchung.

🤝 Und ehrlich gesagt: Nicht jeder mag diese Technik. Manche bevorzugen sanftere Verfahren. Das finden wir gemeinsam heraus, und beides ist völlig in Ordnung.



⚠️ Wann ich sie nicht anwende Aus Sicherheitsgründen behandle ich nicht bei akuten Entzündungen und fieberhaften Infekten, bei Verdacht auf eine Thrombose, bei bekannten arteriellen Durchblutungsstörungen, bei Gerinnungsstörungen oder unter blutverdünnender Medikation, bei offenen Wunden, Hauterkrankungen oder frischen Narben im Behandlungsgebiet — und bei unklaren Beschwerden ohne ärztliche Abklärung.

🩺 Bitte zuerst zum Arzt, wenn Beschwerden neu auftreten, sich verschlechtern oder zusammen mit Atemnot, Brustschmerz, Fieber, ungewolltem Gewichtsverlust oder neurologischen Ausfällen auftreten.